Trotz Krise glücklich ?

März 2020. Ich war sooo happy, denn ich war mitten im Geschäft – erstmals eine richtig coole Hauptrolle im Gepäck, viele Auftritte aus meinem ersten eigenen Kabarettprogramm im Terminplaner, erwählte Leiterin einer enthusiastischer Chorgruppe – alles genial. Und dann: ZACK – WUMM – AUS – SHUTDOWN. 😮

So, von heute auf morgen. Einfach keine Termine mehr. All die tollen Möglichkeiten. All die schönen Herausforderungen, auf die ich mich gefreut hatte. All das Geld. Alles weg.

Kurze Zeit später: Kündigung auch noch in meinem Brötchenjob als Fitnesstrainerin.

Das Schlimmste für mich war es jedoch, plötzlich meine Familie, Freunde, Bekannten, Kollegen usw nicht mehr treffen zu können. ICH, als absoluter Menschen-Mensch. Ich, die ich Kontakte und soziale Interaktion brauche, wie Wasser zum Atmen. (äh ich meine natürlich “Luft zum Atmen” oder “wie ein Fisch das Wasser” 😀 😀 😀 )

Und dann ist auch noch mein Auto kaputt gegangen.

Ding, Ding, Ding. Jackpot. ♠️ ♠️ ♠️ 

Dieses Bild trägt den Titel: Ois a Schas

Ich muss sagen, mir wurde der Boden unter den Füßen weggezogen. Die erste Zeit in Isolation war nicht leicht für mich. Wie geht es weiter? Wann darf ich wieder auf die Bühne? Wovon soll ich leben? Diese und viele andere Fragen haben mich beschäftigt. Ich bin, wie viele andere auch, in eine Negativspirale gefallen, und hab mich selbst bemitleidet.

Und jetzt? Ich bin gut gelaunt, wie sonst auch immer. Ich habe viel Kontakt zu Menschen, nur halt auf eine andere Art. Ich habe einen Weg gefunden, wie ich künftig mein Geld verdienen kann, egal was ist. Ich bin einige finanzielle Belastungen losgeworden (Mein Auto. Adieu, Pablo. Es hätte sowieso nicht mit uns geklappt). Ich bin vielseitig tätig. Ich fühle mich super. Aber wie? Wie habe ich diesen Umschwung geschafft?

Das erfährst du nach einer kurzen Werbepause 😛

Magie mit Isabella – Alohomora! Und alles wird gut.

Nein, nicht mit Magie. Ich habe etwas getan, um wieder glücklich zu sein. Ich habe meine Sichtweise geändert. Und wie genau? Das verrate ich dir.

Ich habe mir 3 Fragen gestellt.

Meine 3 Fragen für eine positive Sichtweise

1. Wofür bin ich danbkar?

Dankbarkeit lenkt den Fokus auf das Positive. Ich habe mir angeschaut, was gibt es denn in meinem Leben, wofür ich dankbar bin? Was gibt es in meinem Leben gerade GUTES? Und dann sind mir viele Dinge eingefallen.

  • Mein mich liebender und unterstützender Partner
  • Meine Freunde und Familie
  • Meine schöne Wohnung
  • Das finanzielle Sicherheitsnetz des Staates- auch wenn es noch so klein ist. Ich muss nicht hungern oder Angst um meine Existenz haben.
  • Die vielen Möglichkeiten, mich dank des Internets trotzdem den ganzen Tag lang sinnvoll zu beschäftigen, mich fortzubilden, mich mit Menschen auszutauschen oder mich einfach zu unterhalten.

2. Was hat mir diese Situation GUTES gebracht?

Und es gibt an allem immer auch etwas Gutes. Jede Medaille hat zwei Seiten.

  • Viel Zeit, um leckeres und gesundes Essen zu kochen, Sport zu machen und mir Gutes zu tun.
  • Viel Zeit, zu üben, zu lesen, die Küche neu zu organisieren und all die anderen Dinge zu tun, die ich schon lange machen wollte.
  • Viel Zeit mit meinem Partner
  • Viel Zeit, mit meinen Freunden zu telefonieren oder skypen. Wir leben in einer Zeit, wo das Kontakt halten so schnell, günstig und einfach wie noch nie ist.
  • Die Möglichkeit, mich beruflich (neu) zu sortieren
  • Die Möglichkeit, meine Kreativität herauszufordern und mich auszuprobieren.
  • Meinen Fokus auf das Positive in meinem Leben noch mehr zu schärfen.
  • Viele neue Ideen.

3. Was kann ich jemand anderem Gutes tun?

Das ist die wohl wichtigste Frage. Weil: es geht nicht immer nur um mich. Nicht nur ich leide. Es geht vielen Leuten noch schlechter als mir. Es leidet die ganze Stadt, das Land, mehrere Kontinente. Ich bin nicht alleine. Und nochmal: es geht auch nicht immer nur um mich. Es gibt andere, die Hilfe brauchen. Und ich jeder einzelne von uns kann helfen. In welcher Form auch immer.

Mein Beitrag zum Beispiel ist es und war es immer schon, Leute glücklich zu machen, sie zum Lachen zu bringen, sie zu motivieren und inspirieren. And guess what – JETZT ist genau die Zeit, wo das am meisten gebraucht wird. Also mache ich genau das, in kleinerem und größerem Rahmen.

  • Ich spreche in einer fiktiven Sprache, damit mein Freund lacht
  • Ich schicke meiner Mama die oskarreifen Outtakes meiner Youtube Videos.
  • Ich motiviere eine Freundin zum Sport, damit sie sich nachher besser fühlt
  • Ich singe vom Balkon für meine Nachbarn
  • Ich entertaine meine Community auf Facebook und Instragram
  • Ich gebe online Gesangsunterricht
  • Und, und, und

Andere Leute nähen Masken, backen einen Kuchen, gehen mit dem Hund der Nachbarn Gassi etc. Jeder kann etwas für andere tun. Das Tolle dabei ist: BEIDE profitieren, denn der Gebende fühlt sich danach auch viel besser. Und wenn du gar nicht weißt, was du tun kannst, hier mein Tipp: Schenke jemandem heute ein Lächeln. Das tut immer gut.

Also, wenn du dich gerade nicht so gut fühlst, helfen diese 3 Fragen:

  1. Wofür bist du danbkar?
  2. Was hat dir diese Situation GUTES gebracht?
  3. Was kannst du jemand anderem Gutes tun?

Gibt es noch eine Frage, die man sich stellen könnte, um sich besser zu fühlen? Welche Frage stellst du dir?

Dein Happinesscoach (und Überlebenskünstlerin😛)

Isabella

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